Samstag, 1. August 2015

Meeresluft schnuppern

Sand in den Augen, Wind in den Haaren, Meeresrauschen, Möwengeschrei.

Heute habe ich endlich das Meer gefunden. Nach einem kleinen Spaziergang durch einen Wald direkt hinter unserem Wohnviertel (50% der Fläche Estlands sind Waldfläche) stand ich plötzlich in den Dünen, in denen sich bei gefühlt 15 Grad genug Leute zum Sonnenbaden in Badehose und Bikini versteckt hatten. In meinen Übergangsmantel eingepackt hab ich es diesen rauen fast-Skandinaviern (Estland bezeichnet man auch als das Skandinavien des Baltikums) dann gleichgetan, mich in den weichen Sand gelegt und, die Sonne auf dem Gesicht, das Meer im Blick, ein Buch gelesen.

Kleine Anekdote zur Meeresnähe meiner Unterkunft: täglich kommen Wladimir und Waldimir Junior an unseren Fenstern vorbei, um sich von Daisi, meiner Gastgeberin, mit Hundefutter füttern zu lassen. Offiziell ist das Füttern von fremden Vögeln am Fenster zwar verboten (es scheint sich um ein häufigeres Problem in dieser Umgebung zu handeln, aber Daisi entgegnet dem schlicht und einfach, Wladimir und Wladimir Junior gehörten zur Familie. 
 Wladimir Junior, der gerade fleißig mit dem Schnabel gegen mein Fenster hämmert, weil er gefüttert werden möchte

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